Für ein Europa der Menschenrechte - warum wir dabei sind.

Die Würde des Menschen ist unantastbar

Iris Berben

Präsidentin der Deutschen Filmakademie

„Gemeinsam mit der Deutschen Filmakademie unterstütze ich diesen Aufruf sehr gerne, weil wir der tiefen Überzeugung sind, dass wir mehr denn je auf die Unantastbarkeit von Menschenrechten hinweisen müssen. Angesichts der unerträglichen Bilder von den Pediga-Demonstrationen und täglich neuen rassistischen Anschlägen müssen wir uns als Zivilgesellschaft organisieren und mit vereinten Kräften gegen Hetze und für den Schutz vor Anschlägen eintreten.“

Annelie Buntenbach

Mitglied des Bundesvorstands des Deutschen Gewerkschaftsbundes

„Angesichts der rassistischen Gewalt gegen Schutzsuchende und rechtsextremen Populismus wollen wir ein Zeichen der Solidarität setzen. Das große Engagement für Flüchtlinge in den vergangenen Wochen hat gezeigt, dass wir hier einen breiten Konsens in der Gesellschaft haben. Jetzt geht es um die schnelle Integration von Flüchtlingen in gute Arbeit und Ausbildung. Dabei sind menschengerechte Arbeitsbedingungen und Mindestlohnstandards unverzichtbar.“

Heiko Kauffmann

Mitgründer von PRO ASYL, Aachener Friedenspreisträger 2001

„Demokratische Staaten, die sich auf die Menschenrechte und die Würde des Menschen berufen, verlieren ihre Legitimation und Glaubwürdigkeit, wenn sie Flüchtlingen ihre Hilfe verweigern, sie abweisen und ihre Küsten und Grenzen mit einem undurchdringlichen Abwehrsystem gegen sie hochrüsten. Die Tragödien, die sich derzeit mit Tausenden von Toten im Mittelmeer, an den Küsten und in den Grenzregionen Europas abspielen, sind eine humanitäre und politische Bankrotterklärung Europas und eine Schande für die zivilisierte Welt.“

Selmin Çalışkan

Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland

„Meine Familie kam aus bitterer Not nach Deutschland und hat wie alle Gastarbeiterfamilien zum deutschen Wirtschaftswunder beigetragen. Wir sind lange als „Fremde“ angesehen worden und doch Teil der Gesellschaft in Deutschland geworden. - Auch die „Neuen“, die vor allem als Kriegsflüchtlinge kommen, werden einen positiven Beitrag zu Deutschland und Europa leisten und uns bereichern. Es kommt nun darauf an, dass wir sie unterstützen und ihre elementaren Rechte auf Schutz, Teilhabe und eine menschenwürdige Zukunft verteidigen.“

Tanja Dückers

Schriftstellerin

„Als Berlinerin, die 21 Jahre mit einer Mauer vor der Nase aufgewachsen ist, wünsche ich mir kein Europa, in dem wieder neue Schlagbäume, Grenzen, Zäune und Mauern errichtet werden. Viele Menschen haben über lange Zeit für ein freies Europa gekämpft, viele sind dafür gestorben - eine leichte Errungenschaft war dieses offene Europa nicht. Wir dürfen es jetzt angesichts der sich stellenden Herausforderungen nicht aufs Spiel setzen.“

Prof. Dr. Gunter Thielen

Vorstandsvorsitzender Walter Blüchert Stiftung

„Unsere Stiftung hilft Zuwanderern und Neuankömmlingen, persönliche und soziale Barrieren zu überwinden und sich Zukunftschancen zu eröffnen. Das Menschenrecht auf Bildung und Teilhabe gilt für alle - deshalb unterstützen auch wir den Aufruf.“